weitere Leistungen durch die Pflegekasse

Als pflegender Angehöriger haben Sie Ansprüche auf verschiedene Leistungen seitens der Pflegeversicherung und des Staates.  

 

Landespflegegeld Bayern  
Die bayerische Staatsregierung hat ein neues Pflege-Paket beschlossen. Hierbei ist die Zielsetzung, pflegebedürftige Menschen und deren Familien zu unterstützen. Ab September 2018 bekommen Pflegebedürftige mit Wohnsitz in Bayern, die mindestens Pflegegrad 2 nachweisen können, einmal jährlich pauschal 1000 Euro ausbezahlt. Diese Mittel können Pflegebedürftige nach ihrem individuellen Ermessen verwenden. Sie erhalten damit die Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun oder den Personen eine finanzielle Anerkennung zukommen zu lassen, die ihnen am nächsten stehen: Ihren pflegenden Angehörigen, Freunden, Helferinnen und und Helfern. Ebenso können sie diese Mittel selbstverständlich in ihre pflegerische  Versorgung einfließen lassen um ihre individuelle Versorgung auszubauen, oder gegebenenfalls die private Zuzahlung zu verringern.

Kurzübersicht Antragsstellung Landespflegegeld 
Antragsberechtigte:
  • Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2
  • wohnhaft in Bayern
Wo bekomme ich den Antrag?
Was muss der Antrag beeinhalten?
  • Kopie des Pflegegradbescheides
  • Kopie des Personalausweises / Reisepasses
  • gegebenenfalls Kopie Vollmachtsurkunde
  • gegebenenfalls Kopie des Betreuerausweises 
Wohin mit dem Antrag?
  • Einmalige Antragsstellung bis spätestens 31.Dezember 2018
    • per Post an: Landespflegegeldstelle, 81050 München
    • per Fax an : 089 / 2306- 1727 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: 
                          www.landespflegegeld.bayern.de 









 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rentenansprüche 
Sobald Sie einen pflegebedürftigen Angehörigen für mindestens 14 Stunden die Woche pflegerisch unterstützen, gelten Sie als Pflegeperson gemäß dem elften Sozialgesetzbuch. Wenn Sie zudem nicht mehr als 30 Stunden die Woche erwerbstätig sind, übernimmt die Pflegeversicherung Ihre Beiträge zur Rentenversicherung.

 

Unfall-und Arbeitslosenversicherung
Während der Zeit, in der Sie Ihren Angehörigen pflegen, sind Sie gesetzlich unfallversichert, ohne das Ihnen dadurch Kosten entstehen. Außerdem besteht die Möglichkeit für Pflegepersonen, welche aus dem Beruf aussteigen, um sich um Ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern, übernimmt die Pflegeversicherung seit dem ersten Januar 2017 die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung über die gesamte Dauer der Pflegetätigkeit.

 

Kostenlose Pflegekurse für Angehörige
Seit Januar 2016 wurden die Pflegekassen verpflichtet, pflegenden Angehörigen kostenlose Pflegekurse anzubieten. Dies soll dazu dienen, die Angehörigenpflege professioneller zu gestallten und auch Platz bieten, Kontakte zu knüpfen, Fragen zu stellen und den Austausch zwischen pflegenden Angehörigen vorran zu treiben.

 

Freistellung nach dem Familienpflegezeitgesetz
Wenn Sie mindestens 15 Wochenstunden in einem Betrieb arbeiten, der mehr als 25 Mitarbeiter beschäftigt, haben Sie das Recht auf eine teilweise Freistellung von 24 Monaten für die häusliche Pflege eines nahen Angehörigen. Diese muss allerding im Voraus bei Ihrem Arbeitgeber beantragt werden